Zur kommenden Demonstration gegen einen Journalistenverbands-Gewerkschaftssekretär, der systematisch die Existenzen von Journalistinnen und Journalisten attackiert.

»DJU-Terrorist Jörg Reichel hat mein Leben zerstört«

Von Batseba N‘Diaye

Wer schützt Journalistinnen und Journalisten, die sich der Konzernpropaganda verweigern? Wie organisieren sich Journalisten-Arbeiter, wenn ihr Gewerkschaftfunktionär sie terrorisiert? – Zwei Branchenkollegen im Gespräch vor der kommenden Demonstration gegen den »Fake-Gewerkschaftssekretär« Jörg Reichel vom DJU am Freitag, 23. Januar 2026 in Berlin, 14 Uhr, Paula-Thiede-Ufer 10.


Batseba N’Diaye: Herr Lenz, Sie möchten heute mit mir über Ihren Gewerkschaftssekretär Jörg Reichel von der Deutschen Journalisten-Union DJU sprechen. Weshalb?

Anselm Lenz: Ja, ich habe Sie kollegial um dieses Gespräch gebeten, weil es mir nach wie vor schwerfällt, über das, was geschah, was mir angetan wurde, was mit Kolleginnen und Kollegen gemacht wurde, was denen angetan wurde, öffentlich zu sprechen. Jedenfalls ist es für mich nicht leicht, dabei nicht in die verbale Offensive zu gehen, denn in meinem Fokus stehen seit sechs Jahren die journalistische Aufklärungsarbeit und die vielen Millionen Menschen der neuen deutschen Friedens- und Demokratiebewegung in allen Regionen (siehe NichtOhneUns.de; red.).

Wenn es um mich direkt geht, komme ich lieber zu dem, das wir gemeinsam durchsetzen werden, auf unsere legitimen Ziele seit März 2020. Gemeinsam haben wir den Moment von Lüge, Niederschluss und totaler Krise genutzt, um dem langen Kampf für Demokratie in Deutschland endlich zum Sieg zu verhelfen. Das ist durchaus eine historische Aufgabe. Anstatt uns in Angst vor dem Erstickungstod, in Kinder- und Altenhass, oder in frühere, autoritäre Muster ablenken zu lassen – die Hatz auf die vermeintlich unhygienischen »Virenschleudern« –, wählten wir das offene Visier und das Menschsein der Humanisten. Nieder mit Zensur, Lüge, Spaltung und Kriegstreiberei!

Wir forderten jenseits der gleichgeschalteten Propaganda echte freie Medien wie die neue Wochenzeitung Demokratischer Widerstand und bauten diese auf! Wir fordern freie öffentliche Diskussion und in der Folge verbindliche Volksentscheide in allen grundlegenden Angelegenheiten: NATO-Mitgliedschaft – ja oder nein? WHO – ja oder nein? Für welche Währung entscheiden wir uns als das für Deutschland verbindliche Zahlungsmittel? Und: Entscheiden wir uns für die eine oder die andere Wirtschafts- und Sozialcharta?

N’Diaye: Sie wollen also doch zunächst einmal Ihre Zielrichtung seit März 2020 abstecken, bevor Sie zu Ihrem Ex-DGB-Sekretär kommen?

Lenz: Ja, denn Millionen von Menschen gehen seit 28. März 2020 täglich und in allen Regionen, in West und Ost in Deutschland auf die Straße. Verbindliche Volksentscheide in grundlegenden Angelegenheiten nach uneingeschränkter öffentlicher Diskussion bedeuten eine nicht-reformistische Reform, echte Demokratie. Wenn man so will: Das ist die permanente Revolution, die permanente demokratische Revolution, die Rückbindung an den Souverän, das Volk, uns alle.

Jedenfalls ist es eine demokratische Wiedergeburt Deutschlands aus dem Geiste von 1830, 1848, 1918 und 1989, auf die wir abzielen, weil wir sie für die einzige Chance auf Demokratie halten. Man kann dabei bis auf die Deutschen unter Arminius im Jahre 9 zurückgehen. Es heißt jedenfalls: die demokratische und souveräne Erneuerung Deutschlands aus dem Volk selbst. Dies unter Wahrung der erreichten Abwehrrechte gegen Staatsapparat und Konzerne, wie Sie in den ersten 20 Artikeln des Grundgesetzes, den Unabschaffbaren, verfasst sind. Darin sind auch der Schutz von Minderheiten wie etwa einzelnen Parteien, Ethnien und so weiter festgelegt.

Der Volksentscheid über den Brexit in Großbritannien und die seit 500 Jahren friedlich-neutrale Schweiz zeigen, dass Volksentscheide kein Menetekel sind, sondern realistische und umsetzbare Entscheidungen bringen. Es geht gewissermaßen darum, verbindlich über unsere Hausordnung und internationale Mitgliedschaften wie auch internationale Verträge abzustimmen, und diese als Volk selber abzuschaffen oder zu legitimieren, ohne dass diese Regeln von oben eingepflanzt oder eingeprügelt werden dürfen.

DAS VOLK ENTSCHEIDET SELBER

ÜBER DIE »HAUSORDNUNG«

Wir brauchen im Grunde gar keine teuer durchgepämperten Berufspolitiker und keine schwer bewaffneten Polizeitrupps. Lasst uns die grundlegenden Gesetze lieber selber einbringen und sie einmal im Jahr abstimmen – mit Ja oder Nein. Den Rest besorgen Feierabendparlamente und Ehrenamtliche, die per imperativem Mandat kurzfristig zurückgeholt werden müssen, wenn sie ihre Wähler nicht mehr vertreten. Wir brauchen viel weniger Juristen aus der Juristenschwemme in den Parlamenten und in der Öffentlichkeit, sondern viel mehr Menschen aus der Produktion, aus der Arbeiterklasse, aus den Betrieben und auch aus der Kulturproduktion. Das ist unsere Bewegung, genau dies, von Anfang an und bis heute.

Wir stehen als echte Demokratinnen und Demokraten also tatsächlich für »das beste Deutschland aller Zeiten«, nämlich jenes, das es auch zu diktatorischen Zeiten in Deutschland wie unter der NSDAP, zuletzt unter den Jahren des Corona-Terrors oder jetzt unter der Kriegstreiberei gab – und gibt. Das sind wir, die wir brutal verfolgt, eingeknastet und teils ins Exil vertrieben wurden! Der US-Gesundheitsminister und Freund unserer Zeitung und Bewegung, Robert F. Kennedy Jr., wies darauf zum Wochenende erneut hin, was hier in der BRD an Terror gegen uns verübt worden ist – von unserem eigenen Staatsapparat, den wir erwirtschaften und ertragen. Dass uns das Geschmeiß geradezu vernichten wollte, dass uns seit 2020 auf allen Ebenen angreifen ließ, macht nur umso deutlicher, in welch erbärmlichen Zustand diese Republik und die politmediale Kaste sind.

Doch nichts währt ewig auf Erden. Die da oben sind längst am Ende und brauchen immer nur noch mehr Lügen und immer nur noch perfidere Unterdrückung, um an ihren Pfründen zu bleiben, die wir Produktiven für sie erarbeiten müssen. Jetzt wollen sie ihre Herrschaft durch einen Weltkrieg retten. Ich sage: Schluss damit! Unser Sieg für Frieden und Demokratie wird umfassend sein! Als Chefredakteur der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand konnte ich mit meinem großartigen Kollegium ein gutes Stück dazu beitragen, Lügen aufzudecken, die teils weltführenden Recherchen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen – und zwar gedruckt und damit unauslöschlich auf Papier – und die Sache der Demokratie voranzubringen.

DW: GRÖSSTER VERBREITER

DES GRUNDGESETZES

Der DW steht nicht nur für den 5-Punkte-Plan im Redaktionsstatut, sondern ist zugleich mit über 35 Millionen Auflage der echt verbreiteten Exemplare in 230 DW-Ausgaben der größte Verbreiter des Grundgesetzes in den bald acht Jahrzehnten BRD-Geschichte, noch vor der Bundeszentrale für politische Bildung. Die ersten 20 Artikel des Grundgesetzes, also die Menschenrechte, stehen immer auf Seite 16 gedruckt in unserer auflagenstarken Wochenzeitung – plus Artikel 146. Das GG ist Rückseite, Rückgrat, Fundament und durchgehend integraler Bestandteil unserer insgesamt extrem erfolgreichen Aufklärungsarbeit als Journalistinnen und Journalisten.

N’Diaye: Dass dieser von Ihnen genannte Sieg des Friedens und der Demokratie möglich ist, glaube ich auch. Ein gewisser Jörg Reichel, der sich auch außerhalb von journalistischen Fachkreisen sehr bekannt gemacht hat, glaubt das nicht. Weshalb?

Lenz: Richtig: Jörg Reichel ist eine Person des öffentlichen Lebens. Reichel hat sich fortlaufend über verschiedene Journalistinnen und Journalisten seit Jahren fanatisiert bis abfällig geäußert – und diese zudem aktiv terrorisiert. Das ist insofern nicht nur traurig, sondern geradezu kriminell, als dass er als leitender Gewerkschaftssekretär der Deutschen Journalisten-Union DJU für Berlin-Brandenburg ein eng begrenztes und glasklares Aufgabenprofil hat, das dem diametral entgegensteht.

Wir Arbeiter und Angestellten, die Journalistinnen und Journalisten, überweisen unserem Gewerkschaftssekretär Reichel aus unseren Gewerkschaftsbeiträgen ein Gehalt von mittlerweile weit über 5.000 Euro jeden Monat plus Zulagen und Pipapo. Der muss dafür unsere Interessen gewerkschaftlich vertreten, muss für uns arbeitsrechtlich eintreten, also in Fragen von unserer Bezahlung im Betrieb, Honorierung, Arbeitszeiten, Arbeitsbedingungen, Betriebsklima und so weiter ansprechbar sein, beraten, sich für uns einsetzen, bis hin zum Streik. Er hat uns und unseren professionellen Interessen dienlich zu sein, ansonsten bräuchten wir ihn ja nicht an der Stelle. Dass Gewerkschafter seit Jahrzehnten müde sind, vielleicht auch faul und selbstzufrieden, oft desorientiert, analytisch nicht auf der Höhe, ohne Kontakt zur Basis sind, und nicht mehr viel für uns herausholen können oder wollen, sich nicht interessieren, nichts mit uns zutun haben – das ist das Eine. Das kennen wir!

GEWERKSCHAFTER-DEMO

GEGEN GEWERKSCHAFTSSEKRETÄR

Das Andere ist, wenn ein Gewerkschaftssekretär die Arbeiter oder ganze Belegschaften angreift. Aus Sicht jedes Gewerkschafters für Journalisten sind die Journalisten die Arbeiter, und die Redaktionen die Belegschaften, wie in einer Fabrik. Jörg Reichel vom DJU griff Journalistinnen und Journalisten über Jahre mit dem Ziel an, deren Existenz zu vernichten, sie terrorisieren zu lassen oder gar aus ihren Betrieben, aus ihrem Beruf, aus ihren Wohnungen und sogar aus ihrem Land ins Exil zu vertreiben. Das hat Jörg Reichel vom DJU mir und vielen weiteren systematisch und absichtsvoll angetan. Er ist insofern ein Terrorist. Er terrorisierte uns mit dem Ziel der Existenzvernichtung, womöglich sogar der Bedrohung mit dem Tod, jedenfalls mit Verfolgung und Verderben. Die Schäden sind messbar und nachweislich. Reichel selbt ist kein Journalist, auch kein Künstler, Satiriker oder dergleichen. Wir sind mehrere gewerkschaftliche organisierte Redakteurinnen und Journalisten, die es ganz klar aussprechen: »DJU-Terrorist Jörg Reichel hat mein Leben zerstört!«

Weshalb er das macht, klären wir auf. Jörg Reichel ist Subjekt und sein Treiben Gegenstand von Ermittlungen. Meiner begründeten Ansicht nach ist Jörg Reichel nicht nur ein sogenannter Gelber Gewerkschafter, das heißt also, ein Fake-Gewerkschafter, der nicht für die Interessen der Arbeiter – hier: der Journalisten – eintritt, sondern von der Kapitalseite bestochen wurde, um genau dies nicht zu tun oder zu vernachlässigen. Das wäre verwerflich, aber im Grunde leider das Übliche. Nein, mehr noch. Dass mein Gewerkschaftssekretär Jörg Reichel meines begründeten Erachtens sogar ein Krimineller und aus Sicht der Terrorisierten sogar ein Terrorist ist, werde ich ausführen. Im Grunde kommen wir dabei dem Archipel des Terrors in der BRD der Gegenwart immer näher.

N’Diaye: Dafür haben Sie eine Demonstration gegen Jörg Reichel angemeldet?

Lenz: Richtig! Diese war von uns Journalisten, darunter frühere und aktive DJU-Mitglieder, bereits für den 15. Dezember 2025 vor unserem DJU-Verdi-Gebäude am Paula-Thiede-Ufer 10 angemeldet worden. Wir sagten den ersten Termin ab, weil nach der Anmeldung der Demonstration an jenem Montagmorgen eine Einladung zum Gespräch in unser Gewerkschaftsgebäude erfolgte, die wir nach interner Online-Abstimmung kurzfristig annahmen.

Im Gespräch an Ort und Stelle stellte sich aber heraus, dass es sich um eine Einladung aus einer anderen Abteilung von Verdi handelte, die zwar Verständnis für uns hat und der auch die Probleme mit Jörg Reichel teilweise bekannt sind. Diese Probleme mit Reichel bezeichnen wir im Unterschied zu der Gesprächsführerin nicht nur als Verrat an uns, sondern als Verbrechen – und zwar aus Gründen. Bis nach Jahreswechsel 25/26 konnte man aber bei Verdi hausintern kein Ergebnis für uns Journalistinnen und Journalisten erzielen, die wir durch Jörg Reichel und damit unseren DJU teils schwer geschädigt wurden. Deshalb findet die Demonstration nun statt, das werden wir Jörg Reichel und dem DJU nicht ersparen, und zwar am Freitag, 23. Dezember 2026 ab 14 Uhr am Gebäude, in dem sich DJU-Verdi befindet, Paula-Thiede-Ufer 10 in Berlin.

N’Diaye: Sie sind also Gewerkschafter oder gewerkschaftsnahe Journalisten und demonstrieren gegen eine Gewerkschaft? Hat es das schonmal gegeben?

Lenz: Das hat es in der Geschichte schonmal gegeben, ist aber in der BRD der Gegenwart eher ungewöhnlich. Wir Journalistinnen und Journalisten – unter uns sind Wort-, Bild-, Online-Journalistinnen und -Journalisten sowie Redaktions- und Verlagsmitarbeiter verschiedener Betriebe – legen Wert darauf, dass wir hier als bewusster Teil der Produktivkräfte, man kann auch sagen: als ganz klar pro-gewerkschaftliche Arbeiterinnen und Arbeiter – nicht gegen den DGB insgesamt oder gegen die Teilgewerkschaft Verdi demonstrieren, schon gar nicht gegen Gewerkschaften generell.

Wir demonstrien am 23. Januar 2026 um 14 Uhr am DJU-Sitz Paula-Thiede-Ufer 10 ganz klar gegen unseren Gewerkschaftssekretär Jörg Reichel, den wir absetzen werden. Wir verlangen in einem ersten Schritt eine deutliche Bitte um Entschuldigung und den Versuch der öffentlichen Rehabilitierung unser Personen, unserer gewerkschaftlichen Rechte und unserer beruflichen Existenzen durch unsere Gewerkschaft. Das ist das absolute Minimum, damit haben wir auf jeden Fall auf ganzer Linie Recht und das werden wir unmissverständlich umsetzen, wenn es nicht geht, auch auf eigene Initiative! Weiteres ist dann abhängig vom Fall. Manchen hat Jörg Reichel umfassend, ja existenzvernichtend geschadet, anderen graduell oder nur indirekt. Die Versammlung ist wortgleich so angemeldet wie jene von 15. Dezember 2025, auf die aus dem DGB die Einladung zum Gespräch folgte.

N’Diaye: Wie genau lautet die Anmeldung?

Lenz: Ich lese vom Anmeldeblatt ab: »Demonstration der Journalisten gegen unseren Fake-Gewerkschaftssekretär Jörg R. vom DJU: Wir Journalisten (w/m) bezahlen ihn fürstlich, doch der Jörg belog uns, der Jörg denunzierte uns, der Jörg terrorisierte uns. Im Ernst: Jörg muss gehen.« Gewalt lehne ich grundsätzlich ab, es geht mir um Aufklärung, um die Wahrheit und die professionellen und gewerkschaftlichen Konsequenzen daraus.

N’Diaye: Was werfen Sie Ihrem Gewerkschaftssekretär Jörg Reichel denn genau vor?

Lenz: Ich kann zum Fall Jörg Reichel aus meiner eigenen Erfahrung mit ihm sprechen. Ich kannte ihn bereits aus mindestens vier eingehenden persönlichen Terminen aus den Jahren 2017 bis 2020. Die anderen Journalistinnen und Journalisten sind teils in Verfahren gegen Reichel oder in Vorbereitung darauf. Dem möchte ich nicht vorgreifen, zumal wir uns in unserem informellen Verein so abgesprochen haben. Wir wollen fair untereinander und auch nach außen bleiben.

Einige Journalistinnen und Journalisten, die unter Jörg Reichel vom DJU direkt und indirekt teils extrem gelitten haben, wollen aus betrieblichen und privaten Gründen erst während oder nach der Demonstration damit an die Öffentlichkeit. Das muss ich respektieren, weil ich es ihnen fest zugesagt habe. Das sind Branchenkollegen, denen Jörg Reichel die Existenz teils komplett vernichtet hat oder woran er mitgewirkt hat.

»NAZI, RUSSOPHOBER ANTIAMERIKANER,

KRIEGSTREIBER, ANTISEMIT«

Manche von den Kolleginnen und Kollegen bezeichnen Jörg Reichel nur noch als »Nazi«, als »russophoben Antiamerikaner«, als »Kriegstreiber« oder als »Antisemiten«, auch, um dessen Machenschaften vom Kopf auf die Füße zu stellen. Ich würde ihn als völlig durchgenallten und unkontrollierten Fanatiker bezeichnen, der gewerkschaftliche Pöstchen ausnutzt, um sich selbst darzustellen, stattzufinden. Er will ein Star sein. Ich halte ihn für eine Ausgeburt der Banalität des Bösen, im Grunde ein Würstchen, das nichts hat, als die Identifikation mit der Macht. Er wird bald umfallen, weil der Wind dreht.

Für mich steht ganz klar zur Disposition, dass Jörg Reichel ebenfalls bei mir den Versuch unternommen hat, meine berufliche und private Existenz zu vernichten, sehr wahrschinlich auch durch unmittelbare Terrorisierung meiner Person, um mir physischen Schaden zuzufügen, bis hin zur Gefährdung meines Lebens, meiner Familie, meines Kollegiums, meines Betriebes.

Ich habe ein intaktes Rückgrat, ich stehe seit Jahren auch bei Gegenwind aufrecht, weswegen ich nie auf die Tränendrüse drücke. Das war sogar nach dem wahnhaften Polizeieinsatz gegen meine Person am 1. Mai 2020 der Fall, in dessen Folge ich wegen des Verteilens von Zeitungen in unserem öffentlichen Raum in der Gefangenensammelstelle in der Kruppstraße gefoltert und an meinen Nackenwirbeln schwer geschädigt wurde. Ich will trotzdem nicht als Opfer durchs Leben gehen und werde das nicht.

Konkret steht im Raum, dass Jörg Reichel hinter der spontanen Kündigung meines Betriebes Tageszeitung Taz steht, wo ich bis Anfang April 2020 als Redakteur beschäftigt war. Die Taz kündigte mir fristlos, weil ich dem Betrieb eine Gegenüberstellung kritischer wissenschaftlicher Stimmen einerseits und den RKI-Verlautbarungen andererseits angeboten hatte – eine typische Seite 3 – und unabhängig davon danach die weltweit erste Demonstration gegen den verfassungswidrigen Corona-Ausnahmezustand angemeldet hatte.

Ich weiß aber aus Taz-internen Informationen, dass dahinter als treibende Kraft sehr wahrscheinlich der gelbe Gewerkschafter Jörg Reichel stand – und dessen Auftraggeber, die außerhalb von Gewerkschaften stehen. Mein Gewerkschaftssekretär vom DJU, Jörg Reichel, hat also meine Existenzvernichtung sehr wahrscheinlich sogar frühzeitig eingeleitet, in dem er beim Taz-Betrieb gegen mich intrigierte.

JOURNALISTEN SIND

AUCH ARBEITER

In der weiteren Folge entschied er eigenmächtig, mir unter Einsatz der Berliner Polizei meinen Presseausweis abnehmen lassen zu wollen, obwohl er mich persönlich Jahre zuvor für den kleineren Verband angeworben hatte. Ich war seit Ende der 1990er Jahre im größeren Deutschen Journalistenverband, dem DJV, organisiert gewesen, angefangen im Jugendverband. Ich arbeite seit einem Vierteljahrundert professionell als Journalist und Publizist, darunter für Zeitungen und Verlage wie den Elsa-Brandström-Verlag und die Marburger Neue Zeitung, Tageszeitung Die Welt, die genannte Taz, die Tageszeitung junge Welt, Edition Nautilus, Passagen Verlag und mehrere weitere Magazine, Tages- und Wochenzeitungen, Buchverlage, Online-Magazine. Meine Arbeiten als Staatstheaterdramaturg sind dabei noch gar nicht mitgezählt, die zwar teils auch journalistische Anteile haben, aber eben zur Kunstproduktion gezählt werden, darunter die deutsche Dramatisierung von Steinbecks »Von Mäusen und Menschen«, mit der der Rolf-Mares-Preis erzielt wurde oder die Publikation, die zur Nestroy-Preis-Nominierung für Das Kapitalismustribunal in Wien beitrug.

Sie merken, Frau Kollegin N’Diaye, ich will immer wieder auf das Positive hinaus, auf Erfolge, ich mag über das Traumatisierende, die Unterdrückung, den Terror gegen mich nur ungern sprechen, will ich dazu neige, alles in Positives verwandeln, in Aufbruch und Verbesserung, von mir aus auch in den Sieg der Arbeiterklasse oder des demokratischen Volkswillens, der Freiheit, der Grundrechte, was mir ja im Ansatz auch gelingt. Ich werde dabei bleiben und habe nichts zu widerrufen und nur wenig abzumildern. Sollte ich seriös widerlegt werden, bin ich aber dazu bereit, was ich seit März 2020 auch immer wieder öffentlich sage. Leider habe ich mit meinen Recherchen, Stand heute, auf ganzer Linie recht behalten.

N’Diaye: Herr Kollege, jetzt bleiben Sie mal bei dem Jörg Reichel, auch wenn der ganz offensichtlich weit unter Ihrem professionellen Niveau ist. Was hat der gemacht? Was hat der Ihnen angetan?

Lenz: Kollegen haben ermittelt, dass Jörg Reichel vom DJU ab April 2020 hinter der Bekanntgabe meiner Privatadresse in der Berliner Schneeglöckchenstraße steht, auf die in meinem Wohnviertel mehrere Denunzationsangriffe und physische Drangsalierungen auf meine Person folgten, sowie eine Markierung meiner Person durch Schmierereien direkt an meinem Hauseingang und dem meiner Nachbarinnen und Nachbarn in der Mietskaserne. Konkret hat Reichel, oder jemand den Reichel beauftragte und dem er mein Privatadresse aus der DJU-Gewerkschaftsdatei übergab, meine Privatadresse online gestellt, verbunden mit dem deutlich implizierten Aufruf, mir Gewalt anzutun. Das war bereits im Frühjahr und Sommer 2020.

Es steht ebenfalls zur Disposition, dass Jörg Reichel daran mitgewirkt hat, dass die Anfang 2021 veröffentlichte »Todesliste der 250« veröffentlicht und weit verbreitet wurde, auf der ich nach den bekannten Berufspolitikerinnen Alice Weidel und Sahra Wagenknacht auf Platz drei der demnach wohl zu Ermordenenden Personen stehe, direkt zusammen mit Professor Sucharit Bhakdi. Der Grund: Ich war Anmelder der weltweit ersten Demonstration gegen den Corona-Ausnahmezustand, die am 28. März 2020 auf dem Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin stattfand, sowie Mitgründer der neuen deutschen Friedens- und Demokratiebewegung (siehe NichtOhneUns.de; red.), sowie einer der ersten professionellen Journalisten, die sich ganz klar weigerten, die Lüge mitzutragen, sondern im Gegenteil, diese teils führend aufklärten. Dies übrigens im Sinne etwa des Schwurs von Buchenwald, dass wir als bewusste Menschen an einer Nation ohne Krieg, ohne Terror und ohne absichtlich verursachtes Elend mitzuwirken haben.

N’Diaye: Das geht aus Ihrem ganzen Werk, Ihren Büchern, Ihren Stücken und Ihrer Zeitung bis heute deutlich hervor. Sie stehen seit März 2020 im Gegenwind und halten ihm Stand. Sehr viele Menschen halten Sie für einen Helden. Was interessiert Sie an der Person Jörg Reichel so sehr, dass Sie eine Demonstration gegen einen regionalen Gewerkschaftssekretär einer relativ unbedeutenden Journalistengewerkschaft anmelden?

Lenz: Jörg Reichel steht für jenen Schlag Mensch, der die Einladung einiger Teile der Regierungsautoritäten und einiger Konzernmedieninhaber euphorisch annahm, zu denunzieren, zu verleumden, zu entehren, anzugreifen, zu terrorisieren, zu schädigen – und das bis aufs Blut. Er versuchte, unser aller Polizei dazu einzusetzen, mir meinen Presseausweis abnehmen zu lassen. Er kann bis heute nicht aufhören, Journalistinnen und Journalisten anzugreifen und öffentlich zu diskreditieren und zu denunzieren. Er steht aus meiner Sicht deutlich im begründeten Verdacht, auch etwa hinter der Existenzverichtung der Macher mehrerer unabhängiger Medienbetriebe zu stehen – und vieler weiterer bekannter und unbekannter Kollegen, von jenen die sich deutlich oder indirekt regierungskritisch kommentieren oder nur berichten. Wer bezahlt diesen Typen, den mein Kollege Johannes Rottweil aus guten Gründen als »perfides Charakterschwein« bezeichnet – und für wen arbeitet er wirklich?

Reichel greift immer wieder direkt die Aufklärung also solche, als historische Bewegung, und die Pressefreiheit ganz konkret an. Als vergleichsweise kleines Licht zwar, aber in der Hauptstadt Berlin eben doch an sehr wichtiger Stelle. Ich trat nach seinem Terror gegen mich nahtlos in einen anderen Journalistenverband ein und verfüge über den entsprechenden Presseausweis – den man übrigens gar nicht notwendigerweise braucht, um in den Genuss der Pressefreiheit und den Status als Journalist zu gelangen. Das sind nur Hilfsmittel, um administrative Vorgänge zu erleichtern.

DER GEWERKSCHAFTSSEKRETÄR,

DER DIE ARBEITER TERRORISIERT

Jörg Reichel wäre dafür zuständig gewesen, sich für mich als Journalist und DJU-Mitglied einzusetzen, mir mit seiner Feigheit zumindest keinen zusätzlichen Schaden zuzufügen. Meine Frage nach Gesprächen beantwortete er jeweils nur mit neuen Terroraktionen. Was mich verblüfft, ist, dass sein Fanatismus ungebrochen ist, er weiterhin jeden gewerkschaftlichen Arbeitsethos missen lässt, sondern auch 2025 und 2026 noch gegen Journalistinnen und Journalisten vorgeht, die sich kritisch gegenüber der Regierung äußern.

Er wäre als Gewerkschafter auch Journalismus-Arbeitern verpflichtet, die nicht unbedingt gewerkschaftliche Ziele im Munde führen. In meinem Fall und im Fall meiner Mitdemonstrantinnen und -demonstranten ist dies aber der Fall. Wir sind Gewerkschafter und, als Haltung, Befürworter oder Trägerinnen gewerkschaftlicher Organisation. So kommen wir auch zu der Aussage, dass Jörg Reichel ein Fake-Gewerkschafter, ein V-Mann ist. Wir stehen dahinter.

Jörg Reichel terrorisierte uns, ist insofern ein Terrorist, als solcher ist er in unseren beruflichen und teils auch privaten Existenzen direkt in Erscheinung getreten. Wir haben qua Amt keinerlei politische oder einschlägige ökonomische Macht. Uns bleiben nur die gewerkschaftliche Organisation, die Koalitionsfreiheit, die Demonstration. Wir haben kein Vertrauen mehr darauf, dass unsere Gewerkschaften für uns da sind, wenn wir sie brauchen. Jörg Reichel hat dem Gedanken der gewerkschaftlichen Organisation schwersten Schaden zugefügt. Er wollte das meines Erachtens auch.

Das werden wir bei der Demonstration am 23. Januar 2026, 14 Uhr, Paula-Thiede-Ufer 10, weiter ausführen und in der Folge mit unseren Recherchen weiter verfolgen. Aus unserer Sicht als aktive oder ehemalige DJU-Mitglieder stehen wir gemeinsam zu der Forderung: Jörg Reichel muss gehen! Wir verlangen die Kündigung Reichels, eine Umbesetzung und öffentliche und eingängige Bitten um Entschuldigung, die wir annehmen oder in der vorgelegten Vorschlagsform ablehnen können, damit diese verbessert werden. Wir alle halten uns offen und tun dies bereits, dass wir gegen Jörg Reichel rechtlich vorgehen, den wir aus belegten Gründen für einen Kriminellen halten, der zudem schwersten Verrat an uns verübt hat, uns geschädigt hat, teils bis zur beruflichen, familiären und persönlichen Existenzvernichtung.

N’Diaye: Es gibt sicher noch viel Weiteres zu sagen. Bis hierhin bedanke mich für das Gespräch. Ich weise noch darauf hin, dass wir verbredet haben, dieses Interview in der professionellen Sie-Form zu führen. Ansonsten sind wir wie branchen- und gewerkschaftsüblich, per Du. Die Demonstration findet statt am 23. Januar 2026, Paula-Thiede-Ufer 10, 14 Uhr.


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• Nach umfangreichen Reaktionen: Schreiben Sie in Punkto Jörg Reichel nur mit dem Betreff GELBER GEWERKSCHAFTER und mit Ihren Erfahrungen/Ereignissen/Belegen noch vor der Demo am 23. Januar an veranstaltung(ätt)demokratischerwiderstand.de.

• Das Transkript dieses Interviews wurde im Wochenenddienst veröffentlicht und danach weiterer Korrekturen auf Tippfehler unterzogen.




Dieser Text erschien in Ausgabe N° 233




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